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"Vor-Gelesen"
15. März 2018

Liebe Kunden und Freunde
der Buchhandlung Hacker und Presting,

egal, wen Sie in den nächsten Tagen zu erreichen versuchen: Arbeitet er in der Buchbranche, dann ist er nicht da! Garantiert. Schreiben Sie dem Lektor ruhig E-Mails - sie werden als Abwesenheitsnotizen wie Tennisbälle zurückprallen. Rufen Sie gern die Vertriebsleiterin an - im Verlag wird ohnehin nur eine verstörte Reinigungskraft ans Telefon gehen, die eine ISBN bestenfalls für eine Form digitaler Telekommunikation hält und Sie mit einem barschen "Ick bin schon bei Vodafone!" abspeist.
Wo die alle sind?
Auf der Leipziger Buchmesse
Heute geht es los. Und ab 16 Uhr wird der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen!

Wir haben mal unter den Kolleginnen bei Hacker und Presting und in der Akazienbuchhandlung in Schöneberg herumgefragt - und unsere ganz persönliche Shortlist zusammengestellt -
die Frühjahrs-Messe-Lieblinge 2018:

Snooker in Kairo

Malin:

"Faserland in Ägypten: Im Kairo der 50er Jahre verliebt sich Ram, ein arabischer Holden Caulfield aus der Oberschicht, in die Jüdin Edna. Waguih Ghalis erstmals ins Deutsche übersetzter Roman erzählt die Geschichte einer ziellos durch die Stadt streifenden Jeunesse dorée und einer gefährlichen Liebe - und ist eine wunderbar nonchalante, leidenschaftliche und wahrhaftige Literatur-Entdeckung. Salinger trifft Kracht trifft Scott Fitzgerald in Nassers Ägypten!"

(Waguih Ghali, "Snooker in Kairo", Beck 22 €)

 



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Zusammen sind wir Helden

Sigrid:
"Dill, Lydia und Travis sind Freunde. Und zwar von der wunderbaren, unbedingten, rückhaltlos-verrückten Art, die gern zwischen starken, eigensinnigen, verletzlichen Außenseiter-Charakteren blüht. Alle drei sehnen sich nach einem anderen Leben. Doch als ein unvorgesehenes Unglück geschieht, merken sie, daß die kleinen Fluchten nicht ausreichen, um dem Leben das ganz große Glück abzutrotzen ... Die Jugendbuch-Entdeckung des Frühjahrs! Ein Buch zum Lachen, Weinen und eine Weile darin Wohnen. Für ausnahmslos alle ab 14!"
(Jeff Zentner, "Zusammen sind wir Helden", Carlsen 17,99 €, ab 14 J.)



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Moonglow

Sylvia:

"Chabon ist nichts für Ungeduldige: So viel Wissen und so viel akribisch recherchierte Details verlangen unbedingte Aufmerksamkeit - und belohnen mit einem atemberaubenden, halbautobiographischen Familien- und Gesellschaftsroman, in deren Mittelpunkt der Großvater des Protagonisten steht - eine schillernde Figur mit Raketen-Obsession, die einst gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Wernher von Braun jagte und deren Biographie voller Umwege und Geheimnisse ist. Wer gern in Weltgeschichte und Lebensgeschichten eintaucht, wird dieses Buch lieben!"

(Michael Chabon, "Moonglow", Kiepenheuer & Witsch 24 €)

 

 



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Töchter

Julia:

"Martha und Betty brettern durch: Einen todkranken Vater auf der Rückbank, die Schweiz als Ziel, als großes Lebensthema die Frage, ob man die Eltern irgendwann verstehen, ihnen verzeihen, sich wirklich von ihnen verabschieden kann. Ein schräger, berührender "Road-Roman", wunderbar witzig und voller kluger Sätze, die man sich am liebsten einrahmen würde."

(Lucy Fricke, "Töchter", Rowohlt 20 €)

 



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Ein mögliches Leben

Mareike:

"Altes Land für Männer wäre vielleicht die allerknappste und pointierteste Zusammenfassung dieses Buches. Auch bei Hannes Köhler entwickelt die Verschmelzung von Gegenwart und Vergangheit einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann: Martin reist mit seinem Großvater Franz nach Texas, auf den Spuren von dessen Kriegsgefangenschaft bei "den Amerikanern" 1944. Ein faszinierender Roman über Familie, Freundschaft und Selbst-Findung in Zeiten des Krieges und danach - und über Biographie-Brüche, die Zeit nicht kitten kann ..."

(Hannes Köhler, "Ein mögliches Leben", Ullstein 22 €)

 



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